Hausalarmanlagen

Hausalarmanlagen (HAA) dienen der Alarmierung von Personen innerhalb von baulichen Anlagen zur Warnung vor einer Gefahr. Es handelt sich nicht um eine Brandmeldeanlage (BMA) im Sinne der dafür gültigen Normen (VDE 0833-2/DIN 14675 u.a.).

HAA werden innerhalb der Landesbauordnungen (LBO) der Länder unterschiedlich bezeichnet (z.B. Alarmanlage, Alarmeinrichtung, Alarmierungseinrichtung) und innerhalb des Baurechts entweder allgemein durch Rechtsverordnungen (z.B. Sonderbauverordnungen) oder im Einzelfall durch die unteren Bauaufsichtsbehörden im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens gefordert.

 

Ausgangssituation

Bretz & Hufer Gebäudesystemtechnik GmbH / Frankfurt HausalarmanlagenDa es bislang keine Normen oder Vorschriften im Bereich der Projektierung, Errichtung, Betrieb und Instandhaltung von HAA gab, wurde durch den BHE-Fachausschuss für Brandmeldetechnik eine Richtlinie für HAA erstellt und veröffentlicht. Diese Richtlinie legt die Anforderungen für den Bau und Betrieb von HAA zur Alarmierung von Personen fest.

Grafik:
Systemaufbau einer Hausalarmanlage mit allen Systemkomponenten

 

Klassifizierung und Unterscheidung HAA zu anderen Anlagenformen (BMA und GWA)

Hausalarmanlagen stehen in "enger Verwandschaft" zu den in der DIN VDE 0833 Teil 2 beschriebenen Brandmeldeanlagen (BMA) sowie den Gefahrenwarnanlagen (GWA) gemäß DIN VDE 0826-1:

Brandmelde-
anlagen (BMA)
Hausalarm-
anlagen (HAA)
Gefahrenwarn-
anlagen (GWA)
Eine BMA ist eine Gefahrenmeldeanlage (GMA), die Personen zum direkten Hilferuf bei Brandgefahren dient und / oder Brände zu einem frühen Zeitpunkt erkennt und meldet.
Eine BMA wird überwiegend im öffentlichen, gewerblichen oder industriellen Bereich eingesetzt.
Eine HAA dienst hauptsächlich dem Personenschutz durch frühzeitige Erkennung und Warnung vor einer Gefahr.
Einsatz vorwiegend in:
- Sonderbauten, z.B. Hochhäusern
- Schulen, Sportstätten, sofern keine BMA direkt gefordert ist
Eine Gefahrenwarnanlagen dient zur frühzeitigen Warnung zur Vermeidung bzw. Reduzierung von Personen- und Sachschäden. Die GWA wird ausschließlich in Wohnhäuser, Wohnungen und Räumen mit wohnungsähnlicher Nutzung eingesetzt
Einsatzfall baurechtliche Forderung baurechtliche Forderung auf Wunsch des Auftraggebers
relevante Normen / Richtlinien - EN 54
- DIN 14675
- VDE 0833-2
BHE-Richtlinie für HAA DIN V VDE V 0826-1 (Vornorm)
Übertragungs-Wege überwacht überwacht (1) nicht überwacht
Melder sowohl nichtautomatische als auch automatische Melder - manuelle Melder vorzugsweise in "blau" und mit der Aufschrift "Hausalarm (1)
- optional auch automatische Melder (1)
Anbindung verschiedener Sensoren, z.B. der Haustechnik, Kommunikationstechnik, Gefahrenmeldetechnik
Fernalarm - erforderlich, über Alarmübertragungs-Anlagen (AÜA gemäß EN 50136)
- an ständig besetzte Stelle (vorzugsweise Feuerwahr)
- optional (z.B. zur NSL)
- keine Aufschaltung zur Feuerwehr möglich
- optional
- keine weiteren Angaben
- keine Aufschaltung zur Feuerwehr möglich
Internalarm lauter bzw. stiller Alarm nach Nutzungsart des Gebäudes - akustische Alarmierung, muss im Störfall um min. 10dB(A) übersteigen
- optische Internsignalgeber bei Geräuschpegel über 110dB(A) (1)
- Mindestlautstärke von 85dB(A)
- Dauer des Signals: 180-600s
Feuerwehr-Peripherie-Dokumente - FBT gefordert
- FAT als Erstinformation
- FSD (gewaltfreier Zugang)
- Feuerwehrplan
- Feuerwehrlaufkarten oder - tableau
- Flucht- / Rettungswegeplan
nicht vorgesehen nicht vorgesehen
    (1) Forderung gemäß BHE-Richtline HAA  

 

Fazit

Hausalarmanlagen kommen primär dort zum Einsatz, wo keine BMA unmittelbar gefordert ist, jedoch baurechtliche Forderungen zur Alarmierung der anwesenden Personen bestehen. Bei HAA werden im Unterschied zur BMA keine Fernalarmierungen zur Feuerwehr sowie i.d.R. keine automatischen Brandmelder eingesetzt.

Da jedoch HAA vor allem dem Personenschutz dienen, wurden die Anforderungen dieser Anlagen in den BHE- Richtlinien im wesentlichen denen der BMA nach DIN VDE 0833-2 angelehnt. Gefahrenwarnanlagen werden im Gegensatz zu HAA und BMA vornehmlich im Wohnbereich eingesetzt.

Zielsetzungen der BHE-Richtlinie für HAA sind insbesondere

  • Schließung der Vorschriften-Lücke in diesem Bereich
  • Verbesserung des Personenschutzes durch Hausalarmanlagen
  • Ausübung eines baurechtlichen "Drucks" gegenüber Auftraggebern / Objektbetreibern zur Nachinstallation von Hausalarmanlagen
  • Reduzierung von Personenschäden

Informationen Hausalarmanlagen

BHE-Richtlinie Hausalarmanlagen

Hinweis:
Der Inhalt wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt und beruht auf Informationen, die als verläßlich gelten. Eine Haftung für die Richtigkeit kann jedoch nicht übernommen werden.

 

Quelle

Bretz & Hufer Gebäudesystemtechnik GmbH / Frankfurt HausalarmanlagenBHE
Bundesverband Sicherheitstechnik e.V.
Feldstrasse 28
66904 Brücken

Telefon: 06386 - 92 14-0
Telefax: 06386 - 92 14-99

www.bhe.de

 

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